Grenzenlos einsatzbereit: ASB Halle/Bitterfeld trainiert mit europäischen Partnern
Grenzen überwinden, Leben retten: Bei der internationalen Katastrophenschutzübung „FTX SLOVAKIA 2026“ trainierten Einsatzkräfte des ASB Halle/Bitterfeld gemeinsam mit Partnern aus Österreich und der Slowakei den Ernstfall unter realitätsnahen Bedingungen. Im Mittelpunkt standen abgestimmte Abläufe, sichere Kommunikation und vertrauensvolle Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. Die Übung machte deutlich, wie wichtig gemeinsames Training für schnelle und effektive Hilfe im Katastrophenfall ist. Für den ASB war die Teilnahme zugleich ein starkes Zeichen internationaler Solidarität, Einsatzbereitschaft und humanitärer Verantwortung.
Vom 13.05.2026 bis 17.05.2026 nahmen Einsatzkräfte des ASB Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Halle/Bitterfeld e. V. an einer internationalen Katastrophenschutzübung in der Slowakischen Republik teil. Gemeinsam mit Partnerorganisationen und Einsatzkräften aus Österreich und der Slowakei wurde die Zusammenarbeit im grenzüberschreitenden Katastrophenschutz unter realitätsnahen Bedingungen trainiert.
Für unsere Kräfte begann der Einsatz bereits in der Dienstagnacht um 03:00 Uhr mit dem Eintreffen, der Lageeinweisung und dem Briefing der Teilnehmenden. Kurz darauf wurde das Übungsszenario bekanntgegeben:
Die Slowakische Republik ist von schweren Regenfällen und massiven Überschwemmungen betroffen. Für Teile der Region Nitra wurde aufgrund der dramatischen Lage der nationale Notstand ausgerufen. Zahlreiche Menschen kamen ums Leben, hunderte weitere sind von den Folgen der Naturkatastrophe betroffen. Wohnhäuser wurden beschädigt oder vollständig zerstört.
Im Rahmen des bestehenden bilateralen Abkommens ersuchte die Assoziation der Samariter der Slowakischen Republik den Arbeiter-Samariter-Bund Halle um Unterstützung.
Nach abschließenden Belehrungen und der Beantwortung offener Fragen setzte sich der Marschverband gegen 04:00 Uhr in Bewegung. Die Kolonne bestand aus sieben Einsatzfahrzeugen.
Besonders freuen wir uns darüber, dass uns auf dieser internationalen Übung auch ehrenamtliche Katastrophenschutzhelferinnen und -helfer des ASB Regionalverband Salzlandkreis e. V. und des ASB RV Magdeburg als Gäste begleitet haben. Gemeinsam stehen wir für Zusammenarbeit, Einsatzbereitschaft und gelebte Solidarität — auch über Ländergrenzen hinweg.
Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil moderner Gefahrenabwehr. Sie stärken die Zusammenarbeit zwischen Hilfsorganisationen, fördern internationale Abstimmungen und bereiten Einsatzkräfte auf außergewöhnliche Schadenslagen vor.
Ein großer Dank gilt allen Beteiligten für ihr Engagement, ihre Professionalität und ihre Bereitschaft, jederzeit Hilfe zu leisten — national wie international.
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Über 560 Kilometer musste die Fahrzeugkolonne des ASB Regionalverbandes Halle/Bitterfeld zurücklegen, bis man nach einem Zwischenstopp am Vorabend, am Vormittag des 13. Mai in Veľké Ripňany, einem kleinen Ort in der Slowakei im Bezirk Topoľčany in der Region Nitra, mit dem Samaritan Austria - Rapid Response Team (SA-RRT), der anerkannten internationalen Katastrophenhilfe-Einheit des Arbeiter-Samariter-Bundes Österreichs und den Einsatzkräften des gastgebenden slowakischen Samariterverbandes Asociácia Samaritánov Slovenskej Republiky (ASSR) zusammentraf.
Internationale Übungen = internationale Standards: Begrüßung und Wiedersehensfreude, bevor am „Point of Entry“ (PoE) die „Reception and Departure Center“- Mechanismen (RDC) ihren bereits eingespielten Lauf nahmen. Registrierung, Beantwortung von Fragen, Einholen von Informationen- alles muss immer wieder geübt werden, damit im Ernstfall die Räder perfekt ineinandergreifen.
FTX SLOVAKIA 2026 konnte beginnen.
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Nach dem Zusammentreffen der internationalen Einsatzkräfte erfolgte die gemeinsame Verlegung zum vorgesehenen Standort der BASE OF OPERATION (BoO). Innerhalb weniger Stunden entstand eine voll funktionsfähiges Basislager mit Unterkünften, Material- und Technikbereichen sowie einem zentralen BoO-Office-Management-Tent, das als Führungs- und Koordinationsstelle dient. Die deutschen Einsatzkräfte übernahmen die Errichtung und Einrichtung des Versorgungsbereichs. Dazu gehörten der Aufbau einer Feldküche, eines Küchenzelts sowie einer Essensausgabestelle, um die Verpflegung aller Teilnehmenden zuverlässig sicherzustellen. Auch ein Unterkunftszelt musste errichtet werden, welches mit Feldbetten für die Helferinnen und Helfer sowie einer Zeltheizung ausgestattet war.
Eine Base of Operation ist im Katastrophenschutz weit mehr als ein Zeltlager: Sie bildet den organisatorischen und logistischen Mittelpunkt eines Einsatzes. Hier finden die Kräfte Unterkunft, Verpflegung und medizinische Absicherung. Gleichzeitig stellt sie die notwendige Infrastruktur bereit – von Stromversorgung und sanitären Anlagen bis hin zu Kommunikations- und IT-Strukturen – und ist Ausgangspunkt für alle operativen Tätigkeiten vor Ort.
Der Aufbau des Basislagers im slowakischen Veľké Ripňany zeigte, wie wirkungsvoll internationale Zusammenarbeit funktioniert. Während das SA-RRT vor allem den Bereich Logistik und Koordination abdeckte, sorgte der ASB Regionalverband Halle/Bitterfeld e.V. für die zentrale Versorgung der Einsatzkräfte. Damit wurde ein unverzichtbarer Beitrag für das Gelingen des Lagers und die Einsatzfähigkeit aller Beteiligten geleistet.
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Das Übungsprogramm umfasste ein breites Spektrum an realitätsnahen Einsatzszenarien und fachpraktischen Trainings. Zu den zentralen Bestandteilen gehörten unter anderem der Aufbau medizinischer Behandlungsbereiche, die Erstversorgung und Stabilisierung von Verletzten, Triage, Registrierung und Dokumentation sowie das strukturierte Arbeiten in medizinischen Versorgungseinheiten. Ziel war es, die Abläufe unter einsatznahen Bedingungen zu trainieren und die Zusammenarbeit verschiedener Einsatzkräfte weiter zu stärken.
Ergänzend fanden umfangreiche Suchaktionen mit speziell ausgebildeten Hunden statt. Im Fokus standen dabei das Auffinden, Retten und der sichere Transport von Betroffenen sowohl an Land als auch auf dem Wasser. Darüber hinaus wurden Evakuierungsübungen – etwa nach einem simulierten Feueralarm – durchgeführt. Praktische Trainings zu grundlegenden Rettungsfertigkeiten sowie zur Orientierung im unbekannten Gelände mithilfe von GPS ergänzten das intensive Ausbildungsprogramm.
Die beteiligten Einheiten bewiesen während der gesamten Übung eine enge und professionelle Kooperation. So stellte das slowakische Samariterteam (ASSR) gemeinsam mit der örtlichen Feuerwehr den Transport über Wasser durch Schnellboote sicher. Parallel dazu trainierte der ASB Regionalverband Halle/Bitterfeld e.V. das schnelle Errichten eines medizinischen Versorgungsplatzes für die anschließende Behandlung von Betroffenen.
Auch bei Nacht waren hohe Einsatzbereitschaft und volle Konzentration gefragt. Unterschiedliche Szenarien – darunter ein Evakuierungseinsatz in einem Pflegeheim, ein Marsch im Dunkeln, schriftliche Prüfungen sowie die Evakuierung der Basisstation nach einem Feueralarm – verlangten den Teilnehmenden ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, Teamarbeit und Belastbarkeit ab.
Besondere Expertise brachte das Samaritan Austria – Rapid Response Team (SA-RRT) ein. Mit Suchhunden und technischer Spezialausrüstung wurden Betroffene in urbanen Gebieten lokalisiert und nach festgelegten Rettungsverfahren sicher geborgen. Die Kombination aus moderner Technik, standardisierten Abläufen und spezialisierter Ausbildung unterstrich die hohe Professionalität der eingesetzten Kräfte.
Abgerundet wurde das intensive Übungsprogramm durch ergänzende Praxiseinheiten an verschiedenen Rettungsgeräten, bei denen wichtige Handgriffe und Abläufe unter realistischen Bedingungen vertieft und gefestigt werden konnten.
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Die Einsatzkräfte des Betreuungszuges Saalekreis des ASB Regionalverbandes übernahmen die umfassende Versorgung aller Teilnehmenden. Zu diesem Zweck wurden eine Feldküche (Feldkochherd/FKH) sowie ein Kühlanhänger mit Lebensmitteln eingesetzt. Die Helferinnen und Helfer waren für den vollständigen Aufbau und die Einrichtung des Versorgungsbereiches zuständig. Hierzu gehörten unter anderem die Errichtung und Inbetriebnahme der Feldküche, eines Küchenzeltes sowie einer Essensausgabestelle, um eine zuverlässige Verpflegung aller Beteiligten sicherzustellen.
Die ausgebildeten Feldköche gewährleisteten eine durchgehende Vollverpflegung für sämtliche Übungsteilnehmenden. Ihr Aufgabenbereich umfasste die Zubereitung und Ausgabe von Frühstück, Mittag- und Abendessen in der Base of Operations ebenso wie die Versorgung der Einsatzkräfte an externen Übungsstandorten außerhalb des Lagers. Ergänzend dazu standen den Teilnehmenden jederzeit Heiß- und Kaltgetränke zur Verfügung.
Eine funktionierende Verpflegung ist bei groß angelegten, mehrtägigen Katastrophenschutzübungen unverzichtbar. Sie bildet eine wesentliche Grundlage dafür, dass Einsatzkräfte ihre Aufgaben auch über längere Zeiträume hinweg zuverlässig und leistungsfähig erfüllen können. Ziel solcher Übungen ist es, möglichst realitätsnahe Bedingungen zu schaffen, um eine bestmögliche Vorbereitung auf den Ernstfall zu erreichen. Dazu zählt auch die Sicherstellung einer leistungsfähigen Versorgungsstruktur, da diese in tatsächlichen Schadenslagen ebenso bedeutsam ist wie technische oder organisatorische Abläufe.
Eine ausgewogene Ernährung leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte. Die körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten gehen mit einem hohen Energieverbrauch einher und erfordern eine ausreichende Versorgung mit Kalorien, Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten sowie Vitaminen und Mineralstoffen. Nur so können Belastbarkeit, Ausdauer und körperliche Leistungsfähigkeit dauerhaft aufrechterhalten werden. Ebenso wichtig ist eine kontinuierliche Flüssigkeitszufuhr, um Dehydrierung und daraus resultierende gesundheitliche Risiken oder Leistungseinbußen zu vermeiden.
Neben den körperlichen Anforderungen spielt auch die psychische Belastbarkeit eine entscheidende Rolle im Einsatzgeschehen. Regelmäßige Mahlzeiten und eine angenehme Verpflegungssituation fördern Konzentration und Motivation und unterstützen den Umgang mit Stresssituationen. Eine zuverlässige und ausgewogene Versorgung trägt dazu bei, auch unter hoher Belastung handlungsfähig zu bleiben, klare Entscheidungen zu treffen und effektiv im Team zusammenzuarbeiten.
Die Verpflegung während solcher Übungen sollte daher abwechslungsreich, nährstoffreich und gut verträglich sein. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Mahlzeiten rechtzeitig bereitgestellt und Getränke jederzeit in ausreichender Menge verfügbar sind, um Energieengpässen vorzubeugen. Auf diese Weise leistet die Verpflegung einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität und Funktionsfähigkeit des gesamten Einsatzablaufs.
Der Betreuungszug des ASB Regionalverbandes Halle/Bitterfeld e.V. verfügt mittlerweile über acht ausgebildete Feldköche, die je nach Bedarf und Verfügbarkeit sowohl bei Übungen als auch in Schadenslagen eingesetzt werden können. Die jungen Helferinnen und Helfer profitieren dabei insbesondere vom umfangreichen Erfahrungsschatz und Fachwissen der langjährig tätigen Feldköche des Verbandes.
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Die internationale Katastrophenschutzübung FTX SLOVAKIA 2026 hat erneut eindrucksvoll verdeutlicht, wie bedeutend grenzüberschreitende Zusammenarbeit und gemeinsames Training der Einsatzkräfte für den Ernstfall sind.
Der ASB Regionalverband Halle/Bitterfeld e.V. konnte durch die intensive Einbindung in die realitätsnahen Einsatzszenarien seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen und zugleich wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Katastrophenlagen gewinnen. Die deutsche Einheit brachte mit ihren sanitätsdienstlichen Kräften sowie den Feldköchen wichtige Kompetenzen ein und leistete damit einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg der Übung.
Die Zusammenarbeit mit den slowakischen und österreichischen Partnern zeigte deutlich, dass schnelle und effektive Hilfe im Katastrophenfall nur durch abgestimmte Abläufe, verlässliche Kommunikationswege und gegenseitiges Vertrauen gewährleistet werden kann. Für den ASB Halle/Bitterfeld war die Teilnahme daher nicht nur ein Nachweis der eigenen Einsatzbereitschaft, sondern zugleich ein starkes Zeichen internationaler Solidarität und Verlässlichkeit im Katastrophenschutz.
Insgesamt hat die Übung unterstrichen, dass gemeinsames Training die Grundlage dafür bildet, im Ernstfall als eingespieltes Team über Ländergrenzen hinweg Menschenleben zu retten und humanitäre Hilfe wirkungsvoll zu leisten.
Mit dem Abschluss der internationalen Katastrophenschutzübung FTX Slovakia 2026 kehrten alle Einsatzkräfte wohlbehalten in ihre Heimat zurück.
Wir danken unseren Partnern für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit.
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