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Katastrophenschutz

ASB bei Großübung in Halle: Einsatzkräfte trainieren gemeinsam für den Ernstfall

Am 25. April 2026 wurde das Gelände des Güterbahnhofs in Halle (Saale) zum Schauplatz einer groß angelegten Katastrophenschutzübung. Rund 1.000 Einsatzkräfte aus Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Polizei, Luftrettung, Krankenhäusern, Deutscher Bahn sowie zahlreichen weiteren Organisationen probten unter realitätsnahen Bedingungen das koordinierte Vorgehen bei einer komplexen Großschadenslage. Ziel der jährlich stattfindenden Großübung war es, die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen weiter zu stärken, Kommunikationsstrukturen zu überprüfen und Einsatzabläufe unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren.

Anspruchsvolles Szenario mit Zugkollision, Gefahrgut und zahlreichen Verletzten

Dem Übungsszenario zufolge kollidierte ein Personenzug mit einem Gefahrgut-Kesselwagen. Durch den Zusammenstoß kam es sowohl zu einem Brandereignis als auch zum Austritt eines unbekannten Gefahrstoffes. Hunderte betroffene Fahrgäste mussten innerhalb kürzester Zeit gesichtet, medizinisch versorgt, aus Gefahrenbereichen evakuiert und in umliegende Krankenhäuser oder Betreuungsstellen transportiert werden. Parallel wurden technische Rettungsmaßnahmen, Brandbekämpfung, Gefahrstoffmanagement und logistische Versorgungsstrukturen aufgebaut.

Die Großübung stellte damit hohe Anforderungen an alle Beteiligten und simulierte einen Massenanfall von Verletzten (MANV), bei dem insbesondere funktionierende Führungsstrukturen, abgestimmte Kommunikation und eine effiziente Patientenverteilung entscheidend sind.

ASB-Einsatzkräfte übernehmen Versorgung und Transportaufgaben

Auch der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Halle/Bitterfeld e.V. beteiligte sich mehreren Fachbereichen an der Übung. Insgesamt waren 20 Einsatzkräfte der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des Rettungsdienstes im Einsatz, die die Erstversorgung verletzter Personen übernahmen und deren schnellen Transport in geeignete Kliniken unterstützten. Dabei arbeiteten die ASB-Kräfte eng mit den anderen Rettungsdiensten zusammen.

Zusätzlich stellte der ASB 15 weitere Einsatzkräfte des Katastrophenschutz-Sanitätszuges Halle, die am Übungsort einen medizinischen Versorgungspunkt errichteten und betrieben. In den aufgebauten Behandlungszelten wurden insbesondere leichtverletzte Personen der Sichtungskategorie "Grün" versorgt. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer sorgten dort für eine strukturierte medizinische Betreuung, Stabilisierung und Vorbereitung auf den Weitertransport. Das notwendige Material und die medizinische Ausstattung wurden durch den mitgeführten Gerätewagen Sanität (GW-San) bereitgestellt.

Neben sanitätsdienstlichen Aufgaben unterstützten weitere Kräfte des ASB-Betreuungszuges die verantwortlichen Einsatzkräfte des DRK bei der Zubereitung der Mittagsversorgung aller Beteiligten.

Gemeinsames Training als Grundlage für effektiven Bevölkerungsschutz

Die Übung verdeutlichte eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßige organisationsübergreifende Ausbildungs- und Einsatztrainings für die Sicherheit der Bevölkerung sind. Großschadenslagen erfordern ein präzises Zusammenspiel zahlreicher Akteure – von medizinischer Versorgung über technische Rettung bis hin zu Betreuung und Logistik. Nur durch wiederkehrende Übungen dieser Größenordnung können Abläufe optimiert, Schnittstellen verbessert und Einsatzkräfte auf reale Krisensituationen vorbereitet werden.

Für die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräfte des ASB bot „Güterbahnhof 2026“ die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten unter realistischen Bedingungen einzubringen, bestehende Konzepte zu erproben und die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen weiter zu festigen.

Wichtiger Beitrag zur Einsatzbereitschaft im Katastrophenschutz

Die Großübung in Halle (Saale) zeigte, wie entscheidend gut vorbereitete Strukturen und eingespielte Kooperationen im Bevölkerungsschutz sind. Durch das Engagement aller beteiligten Organisationen, darunter auch der Einsatzkräfte des ASB, konnte das komplexe Szenario erfolgreich bewältigt werden. Solche Übungen leisten einen unverzichtbaren Beitrag dazu, im Ernstfall schnell, professionell und koordiniert Hilfe leisten zu können.