ASB unterstützt Praxistag der Kurs-Weiterbildung „Allgemeine und spezielle Notfallbehandlung“
Der Praxistag bildete den praxisorientierten Höhepunkt der Weiterbildung und bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre erworbenen Kenntnisse unter realitätsnahen Bedingungen zu vertiefen. Ein Praxistag, der eindrucksvoll zeigte, wie wichtig abgestimmtes Handeln im Notfall ist.
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Am Freitag, den 17. April 2026, fand der abschließende Praxistag der Kurs-Weiterbildung „Allgemeine und spezielle Notfallbehandlung“ am Standort Feuerwache 01 der Berufsfeuerwehr Halle (Saale) in Halle-Neustadt statt.
Die notärztliche Tätigkeit ist medizinisch anspruchsvoll und erfolgt häufig unter erheblichem Zeitdruck sowie in komplexen und unübersichtlichen Einsatzsituationen. In ad hoc gebildeten Teams aus Notärzten und Rettungsdienstfachpersonal sind eine strukturierte Lagebeurteilung sowie eine zielgerichtete Untersuchung und Akutbehandlung von Notfallpatienten essenziell. Die Kurs-Weiterbildung „Allgemeine und spezielle Notfallbehandlung“ verfolgt daher das Ziel, Ärztinnen und Ärzte sowohl auf die medizinisch-fachlichen Herausforderungen der prähospitalen Notfallmedizin als auch auf die interprofessionelle Zusammenarbeit im Rettungsdienst optimal vorzubereiten.
Für den Erwerb der Zusatz-Weiterbildung Notfallmedizin müssen nach Absolvierung der Kurs-Weiterbildung (80 Unterrichtseinheiten) zusätzlich 50 Notarzteinsätze im öffentlichen Rettungsdienst unter Anleitung eines verantwortlichen Notarztes nachgewiesen werden.
Im Rahmen eines Stationsbetriebes erwarteten die Kursteilnehmenden zahlreiche praxisnahe Demonstrationen. Dazu gehörten unter anderem Vorführungen der Feuerwehr, beispielsweise die Höhenrettung aus Gebäuden mittels Drehleiter sowie die technische Rettung und Befreiung eingeschlossener Personen aus verunfallten PKW.
ASB Regionalverband Halle/Bitterfeld e.V. präsentiert Gerätewagen Sanität (GW-San)
Ein besonderer Schwerpunkt des Praxistages lag auf der Präsentation des ASB Regionalverbandes Halle/Bitterfeld e.V. Die Helferinnen und Helfer des Katastrophenschutzes stellten den Kursteilnehmenden den Gerätewagen Sanität (GW-San) ausführlich vor. Dieses Einsatzfahrzeug des Katastrophenschutzes führt umfangreiches Material zum Errichten und Betreiben eines medizinischen Behandlungsplatzes mit. Darüber hinaus ermöglicht die Ausstattung eine unmittelbare medizinische Versorgung direkt im Schadensgebiet und unterstützt damit die strukturierte Patientenversorgung bei größeren Schadenslagen.
Im durch den ASB aufgebauten medizinischen Behandlungsplatz konnten die Kursteilnehmenden ihre bereits erworbenen Fähig- und Fertigkeiten unter fachkundiger Aufsicht praktisch trainieren. Die Übungen erfolgten unter Anleitung des anwesenden Ärztlichen Leiters Rettungsdienst des Saalekreises und Ärztlichen Leiters des Mitteldeutschen Zentrums für Krisenresilienz und Katastrophenmedizin (MZKR), Herrn Dr. med. Hartmut Stefani
Ebenfalls vor Ort war Dr. Dietrich Stoevesandt, Wissenschaftlicher Leiter des Mitteldeutschen Zentrums für Krisenresilienz und Katastrophenmedizin (MZKR), sowie Leiter des Dorothea-Erxleben-Lernzentrums der Universitätsmedizin Halle (Saale). Beide Mediziner begleiteten den Praxistag fachlich und unterstrichen die Bedeutung der strukturierten Ausbildung für zukünftige Notärztinnen und Notärzte.
Der Praxistag verdeutlichte eindrucksvoll die Relevanz der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz. Insbesondere die praxisnahe Präsentation des ASB und der Einsatz des Gerätewagens Sanität (GW-San) boten den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die Abläufe bei größeren Schadenslagen und ergänzten die Weiterbildung um einen wichtigen katastrophenmedizinischen Schwerpunkt.
